Da sich die weltweiten Lieferketten näher zu den Verbrauchern verlagern, war die Nachfrage nach widerstandsfähiger industrieller Automatisierung noch nie so hoch. Rockwell Automation hat kürzlich seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht, der einen doppelten Schwerpunkt auf ökologische Kreislauffähigkeit und robuste Cybersicherheit legt. Mit 26.000 Mitarbeitenden weltweit nutzt das Unternehmen nun seine Größe, um die traditionelle Fabrikautomatisierung in eine Kraft für ökologische und digitale Sicherheit zu verwandeln.
Das Gebiet der industriellen Automatisierung erlebt einen gewaltigen Umbruch. Jüngste Daten von IDTechEx sagen voraus, dass die Umsätze mit kollaborativen Robotern (Cobots) innerhalb eines Jahrzehnts von 1,2 Milliarden auf fast 30 Milliarden Dollar steigen werden. Dieses Wachstum bedeutet eine Abkehr von starren, isolierten Maschinen hin zu flexiblen, menschenorientierten Systemen. Hersteller stehen nun an einem Wendepunkt, um diese vielseitigen Werkzeuge in ihre bestehenden Steuerungssysteme zu integrieren.
In der Welt der Industrieautomatisierung ist das Bewegen eines einzelnen Motors einfach. Die Koordination von drei oder mehr Achsen, die als eine Einheit arbeiten, erfordert jedoch fortschrittliche Steuerungsstrategien. Ob Sie nun eine maßgeschneiderte Portalachse oder einen Gelenkroboter bauen, koordinierte Bewegungen vereinfachen komplexe räumliche Berechnungen. Diese Technik ermöglicht es mehreren Gelenken, ihr Ziel gleichzeitig zu erreichen, wodurch gleichmäßige und vorhersehbare Maschinenwege gewährleistet werden.
In modernen Verfahrensanlangen bestimmt das Zusammenspiel zwischen menschlichen Bedienern und automatisierten Steuerungssystemen die Sicherheitslage. Während digitale Systeme wie SPS- und DCS-Technologien Routineaufgaben übernehmen, bieten menschliche Bediener die Flexibilität, die für komplexe Entscheidungen erforderlich ist. Die Einbindung menschlichen Handelns in die funktionale Sicherheit erfordert jedoch ein gründliches Verständnis darüber, wann ein Bediener als Risikofaktor oder als Schutzbarriere fungiert.
Jahrzehntelang vermittelte die Erzählung rund um die industrielle Automatisierung, dass Maschinen unweigerlich menschliche Arbeitskräfte ersetzen würden. Neuere Daten der London School of Economics (LSE) erzählen jedoch eine andere Geschichte. Durch die Analyse von 27.000 Fertigungsstätten stellten die Forschenden fest, dass die Integration von Robotern und Steuerungssystemen tatsächlich eine deutliche Ausweitung der Belegschaft bewirkt.
Auf dem Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos bekräftigte Honeywell-CEO Vimal Kapur das Engagement des Unternehmens für industrielle Automatisierung. Er bezeichnete die Automatisierung als einen dauerhaften Wachstumstreiber, der die weltweite Produktivität neu definieren wird. Während Honeywell sich seiner strategischen Unternehmensaufteilung nähert, legt die Firma den Schwerpunkt auf ihre „Forge“-Plattform. Dieses digitale Ökosystem soll die Lücke zwischen herkömmlichen Steuerungssystemen und moderner Datenanalyse schließen. Folglich positioniert sich Honeywell, um die nächste Ära der Infrastruktur-Effizienz anzuführen.