ABB führt SaaS-Energiemanagement ein, um die industrielle Prozesssteuerung zu revolutionieren

ABB hat sein digitales Angebot offiziell erweitert, indem es ein Software-als-Dienstleistung (SaaS)-Bereitstellungsmodell für seine Energiesparlösung eingeführt hat. Die Veröffentlichung von ABB Ability™ OPTIMAX® 7.0 und Advanced Process Control (APC) 7.0 markiert einen bedeutenden Wandel darin, wie die Schwerindustrie Energie verwaltet. Diese Werkzeuge geben den Bedienern die nötige Wendigkeit, um mit schwankenden Energiemärkten umzugehen und gleichzeitig die Spitzenleistung der Produktion aufrechtzuerhalten.
Flexible Einsatzstrategien für moderne Steuerungssysteme
Das neue SaaS-Modell ermöglicht es Unternehmen, die aufwendige Softwarewartung an ABB auszulagern. Anlagenleiter müssen sich daher nicht mehr um lokale Installationen oder manuelle Sicherheitsupdates kümmern. Bediener können diese Lösungen nun über die Cloud, am Randnetz oder durch eine Mischinfrastruktur einsetzen. Diese Flexibilität stellt sicher, dass industrielle Automatisierung auch für Betriebe mit begrenzten IT-Ressourcen vor Ort zugänglich bleibt.
Leistungssteigerung durch KI-gestützte Prognosen und APC
Version 7.0 der APC-Software stärkt die Echtzeitregelung im geschlossenen Regelkreis erheblich. Zudem sagt die integrierte KI nun Lastanforderungen und Energiepreisschwankungen mit hoher Genauigkeit voraus. Diese Vorhersagen ermöglichen es Fabriken, ihren Verbrauch an Markttrends anzupassen. Dadurch können Anwender die Netzverträglichkeit verbessern und gleichzeitig die Gesamtkosten energieintensiver Produktionszyklen senken.
Einsatz von Kubernetes für widerstandsfähige Fabrikautomatisierung
ABB hat OPTIMAX und APC auf einer Kubernetes Basis neu aufgebaut, um hohe Verfügbarkeit und starke Sicherheit zu gewährleisten. Dieser containerisierte Ansatz automatisiert das Skalieren und Verwalten von Anwendungen im gesamten Unternehmen. Dadurch fügt sich die Software sicher in bestehende DCS und PLC Architekturen ein. So wird eine kontinuierliche Optimierung sichergestellt, ohne die grundlegende Sicherheit oder Zuverlässigkeit der Werkshalle zu gefährden.
Einblick des Autors: Der strategische Wert energiebewusster Automatisierung
Nach meiner fachlichen Einschätzung ist die Verschmelzung von Energiemanagement und Prozesssteuerung die nächste Grenze für industrielle Automatisierung. Traditionell arbeiteten Energieüberwachung und Prozesssteuerung getrennt voneinander. Durch die Zusammenführung dieser Datenströme ermöglicht ABB jedoch, dass der Prozess dem Energiepreis „folgt“. Diese „energiebewusste“ Automatisierung ist ein entscheidender Schritt hin zu autonomen Abläufen. Sie verwandelt Energie von einer festen Gemeinkostenstelle in eine dynamische Größe für Wettbewerbsvorteile.
Effizienzsteigerung auf dem Weg zu autonomen Abläufen
Gino Hernandez von ABBs Bereich Energieindustrie stellte fest, dass diese Verbesserungen den Weg zu vollständig autonomen Abläufen ebnen. Durch die Nutzung einer gemeinsamen digitalen Umgebung koordinieren OPTIMAX und APC Energie- und Prozessdaten gleichzeitig. Diese einheitliche Benutzeroberfläche verringert menschliche Fehler und vereinfacht komplexe Entscheidungen. Letztlich ist das Ziel eine sich selbst optimierende Anlage, die sofort auf physische und wirtschaftliche Veränderungen reagiert.
