Schneider Electric stellt softwaregesteuerte Automatisierung vor, um industrielle Steuerungssysteme zu verändern

Die Industrie erlebt einen grundlegenden Wandel hin zu offenen, flexiblen Strukturen. Schneider Electric hat kürzlich die EcoStruxure Foxboro Softwaredefinierte Automatisierung (SDA) vorgestellt. Diese Plattform stellt das erste softwaredefinierte verteilte Leitsystem (DCS) der Branche dar. Sie zielt darauf ab, die Fesseln proprietärer Hardware zu sprengen und eine neue Stufe der Beweglichkeit für moderne Fabriken zu bieten.
Das Hardware-Software-Dilemma in der Industrieautomatisierung überwinden
Traditionelle Steuerungssysteme binden Software oft direkt an bestimmte Hardwarekomponenten. Diese Kopplung schafft starre Umgebungen, die schwer zu aktualisieren oder zu erweitern sind. Das Foxboro SDA entkoppelt jedoch diese Ebenen. Diese Trennung ermöglicht es Ingenieuren, Software unabhängig von der physischen Infrastruktur zu aktualisieren. Folglich können Anlagen die Datenkonsistenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg aufrechterhalten, vom ersten Entwurf bis zur langfristigen Wartung.
Die hohe finanzielle Belastung geschlossener Systeme verringern
Geschlossene Systeme schränken nicht nur die Flexibilität ein; sie verringern aktiv die Rentabilität. Eine aktuelle Studie von Schneider Electric und Omdia hebt dieses Problem hervor. Sie ergab, dass geschlossene Strukturen mittelgroße Unternehmen etwa 7,5 % ihres Jahresumsatzes kosten. Diese Verluste resultieren aus ungeplanten Stillständen, ineffizienten Arbeitsabläufen und teuren Nachrüstungen zur Einhaltung von Vorschriften. Durch die Einführung offener Industrieautomatisierungs standards können Unternehmen diese Risiken mindern und verlorene Gewinnspannen zurückgewinnen.
Die Verschmelzung von IT und Betriebstechnik durch offene Standards beschleunigen
Moderne Fabrikautomatisierung erfordert ein nahtloses Zusammenspiel zwischen Informationstechnik (IT) und Betriebstechnik (OT). Das Foxboro SDA dient als Brücke für diese Verschmelzung. Es vereinfacht die Integration fortschrittlicher Analysen und Randverarbeitung in die Produktion. Dadurch können Hersteller neue Technologien wie Künstliche Intelligenz und autonome Abläufe in ihrem eigenen Tempo einführen, ohne komplette Altsysteme ersetzen zu müssen.
Die entscheidende Verbindung von KI und Energieintelligenz
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos betonte Schneider Electric, dass KI ohne enormen Energieverbrauch nicht existieren kann. Geschäftsführer Olivier Blum stellte fest, dass Energieintelligenz heute eine Voraussetzung für die digitale Wandlung ist. Ihre Plattform Resource Advisor+ nutzt KI-gesteuerte Arbeitsabläufe, um Nachhaltigkeitsdaten in messbare Maßnahmen umzuwandeln. Mit steigendem KI-Bedarf wird die Fähigkeit, Energie effizient zu verwalten, zu einem Wettbewerbsvorteil für jedes Industrieunternehmen.
Einblick des Autors: Warum Softwaredefiniert die Zukunft von SPS und DCS ist
Meiner Ansicht nach ist der Wandel hin zu „Softwaredefiniertem“ alles der bedeutendste Trend seit der Erfindung der SPS. Jahrzehntelang haben Anbieter Kunden in proprietäre Systeme gebunden. Dieser neue Schritt von Schneider Electric signalisiert einen Übergang zu „Universeller Automatisierung“. Dabei wird industrielle Logik als tragbares Gut behandelt. Dieser Wandel ähnelt der Revolution durch Cloud-Computing in der IT-Welt, die bisher unerreichte Skalierbarkeit auf den Fabrikboden brachte.
Strategische Anwendungen von KI in Industriegas und Energie
KI ist kein Schlagwort mehr; sie ist ein funktionales Werkzeug, das Veränderungen in fünf konkreten Bereichen vorantreibt:
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Vorausschauende Wartung: Stillstandszeiten durch frühzeitige Fehlererkennung reduzieren.
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Prozessoptimierung: Variablen in Echtzeit anpassen, um den Ertrag zu maximieren.
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Erhöhte Sicherheit: Umgebungen überwachen, um Umweltvorschriften einzuhalten.
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Logik der Lieferkette: Logistik straffen für eine bessere Ressourcenverteilung.
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Digitale Zwillinge: Virtuelle Abbilder für Fernüberwachung und Simulation erstellen.
