Schneider Electric gestaltet die Prozessautomatisierung mit dem ersten softwaredefinierten DCS neu

Schneider Electric Redefines Process Automation with First Software-Defined DCS

Die Industriebranche erreichte am 9. Februar 2026 einen bedeutenden Meilenstein. Schneider Electric stellte EcoStruxure™ Foxboro Softwaredefinierte Automatisierung (SDA) bei einer großen Veranstaltung in Orlando vor. Dieses System stellt das erste offene, softwaredefinierte Verteilte Leitsystem (DCS) der Branche dar. Es zielt darauf ab, die Steuerung von Hybrid- und Prozessindustrien zu modernisieren. Jahrelang haben proprietäre Hardwarelösungen Betreiber in starre Ökosysteme gebunden. Diese neue Veröffentlichung signalisiert jedoch eine Wende hin zu Flexibilität und digital ausgerichteten Strukturen.

Die Fesseln hardwarezentrierter Leitsysteme sprengen

Traditionelle Leitsysteme fungieren oft als „Blackboxen“, bei denen Software und Hardware untrennbar verbunden sind. Diese Kopplung schafft erhebliche Innovationshindernisse. Wenn ein Hersteller skalieren oder aktualisieren muss, sieht er sich häufig mit „Abreißen-und-Ersetzen“-Szenarien konfrontiert. EcoStruxure™ Foxboro SDA löst dieses Problem, indem es die Steuerungslogik von der physischen Hardware entkoppelt. Folglich können Anlagenleiter nun Softwarefunktionen aufrüsten, ohne teure physische Infrastruktur auszutauschen. Dieser Ansatz spiegelt den Virtualisierungstrend wider, der vor Jahrzehnten in der Informationstechnik begann, und bringt diese Agilität endlich in die Fabrikautomatisierung.

Finanzielle Risiken geschlossener Industriesysteme mindern

Jüngste Untersuchungen von Omdia zeigen eine schmerzhafte Realität für den mittelständischen Industriesektor auf. Geschlossene, proprietäre Systeme kosten Unternehmen etwa 7,5 % ihres Jahresumsatzes. Diese Verluste entstehen durch ungeplante Stillstände, ineffiziente Arbeitsabläufe und teure Nachrüstungen zur Einhaltung von Vorschriften. Durch die Einführung einer offenen Architektur begegnet Schneider Electric diesen systemischen Ineffizienzen. Zudem ermöglicht die Interoperabilität von Foxboro SDA, dass verschiedene Komponenten nahtlos miteinander kommunizieren. Dies verringert die „Lieferantenbindung“, die historisch die Gesamtbetriebskosten (TCO) in der Industrieautomatisierung in die Höhe trieb.

[Bild, das geschlossenes proprietäres DCS mit offener softwaredefinierter DCS-Architektur vergleicht]

Verbesserung der Cybersicherheit und Integration von Industrie 4.0

In der heutigen Zeit muss ein DCS mehr sein als nur ein Prozessregler; es muss ein sicherer Datenknotenpunkt sein. Foxboro SDA entspricht den IEC 62443-3-3 Normen und gewährleistet so einen robusten Schutz gegen sich wandelnde Cyberbedrohungen. Da das System auf EcoStruxure Automation Expert (EAE) aufbaut, erleichtert es die Vereinigung von IT und Betriebstechnik (OT). Diese Integration ist entscheidend für den Einsatz fortschrittlicher Werkzeuge wie Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML) direkt an der Anlage. Dadurch können Betreiber autonomere Abläufe anstreben und gleichzeitig hohe Verfügbarkeit und Sicherheit gewährleisten.

Expertenblick: Ein strategischer Wandel hin zur digitalen Kontinuität

Aus Sicht eines Branchenanalysten ist diese Einführung nicht nur ein Produktupdate, sondern ein strategischer Wendepunkt. Die Hinwendung zu softwaredefinierten Systemen deutet darauf hin, dass die Zukunft der wettbewerbsfähigen Fertigung in der Datenflüssigkeit und nicht in der Haltbarkeit der Hardware liegt. Durch die Aufrechterhaltung der digitalen Kontinuität stellt Foxboro SDA sicher, dass Daten aus der Entwurfsphase während Produktion und Wartung zugänglich bleiben. Diese durchgängige Sichtbarkeit über den gesamten Lebenszyklus ist für Unternehmen unerlässlich, die ehrgeizige Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit und Energiewende erreichen wollen.

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