ABB stellt erweiterte Automatisierung vor, um die Modernisierung von DCS grundlegend zu verändern

ABB hat „Automation Extended“ vorgestellt, ein bahnbrechendes Programm, das speziell für Industriebetreiber entwickelt wurde, die ihre Anlagen modernisieren möchten. Diese Initiative ermöglicht es Werken, ihr verteiltes Leitsystem (DCS) zu erneuern, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen. Durch die Verbindung von bewährter Hardware mit zukunftsfähiger Software stellt ABB sicher, dass Unternehmen ihre bestehenden Kapitalanlagen schützen. Dadurch können Hersteller die digitale Wandlung annehmen und gleichzeitig den vollen Betrieb aufrechterhalten.
Modulare Bauweise für flexible Fabrikautomatisierung
Das Programm nutzt eine moderne, offene und modulare Bauweise, um komplexe Modernisierungen zu vereinfachen. Diese Struktur erlaubt die nahtlose Einbindung von künstlicher Intelligenz (KI), fortschrittlicher Datenanalyse und Internet der Dinge (IoT)-Fähigkeiten. Interessanterweise trennt das System die Kernsteuerungssysteme von neueren digitalen Innovationsebenen. So können Ingenieure hochrangige Anwendungen einführen und ausbauen, ohne die Stabilität der lebenswichtigen Abläufe zu gefährden. Dieser Ansatz befähigt Werke, neue Technologien in ihrem eigenen Tempo zu übernehmen.
Steigerung der Zuverlässigkeit in der Industrieautomatisierung
Die heutige Industrie steht vor schwankenden Märkten, strengen Vorschriften und zunehmenden Bedrohungen der Datensicherheit. ABB begegnet diesen Herausforderungen mit einem strukturierten, risikoarmen Weg zur vollständigen Fabrikautomatisierung. Das Programm unterstützt bewährte Plattformen wie ABB Ability System 800xA, Symphony Plus und Freelance. Zudem vereinfacht es komplexe Abläufe für eine Belegschaft mit unterschiedlichen Kenntnisständen. So können Unternehmen mit Beweglichkeit innovieren und gleichzeitig die sichere Versorgung ihrer wichtigen Ressourcen gewährleisten.
Zweifache Umgebung für sichere Abläufe
Ein technisches Kernmerkmal ist das Prinzip der „Trennung der Belange“ innerhalb des Automatisierungs-Ökosystems. ABB schafft zwei sicher verbundene Umgebungen: die Steuerungsumgebung und die digitale Umgebung. Erstere ist ein softwaredefinierter Bereich, der eine deterministische Steuerung für kritische Hardware wie eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) oder Feldaktuator bietet. Die digitale Ebene übernimmt Echtzeitanalysen und maschinelles Lernen. Diese zweischichtige Strategie stellt sicher, dass datenintensive Aufgaben niemals die Hauptsteuerlogik stören.
Fachliche Sicht: Lösung des „Alles neu machen“-Dilemmas
Aus technischer Sicht löst das Programm „Automation Extended“ das größte Problem in der Industrieautomatisierung: den erzwungenen „Alles neu machen“-Zyklus. Früher erforderte die Modernisierung eines verteilten Leitsystems (DCS) lange Stillstandszeiten und hohe Risiken. ABBs modulare Herangehensweise erlaubt jedoch das „heiße Austauschen“ digitaler Fähigkeiten. Wir sind überzeugt, dass dieser Wandel hin zu softwaredefinierter Infrastruktur der praktischste Weg für Bestandsanlagen ist, wettbewerbsfähig zu bleiben. Er bietet eine Sicherheitsleine für Anlagenleiter, die befürchten, dass Innovation ihre bewährten Steuerkreise stören könnte.
