Rockwell Automation erreicht 90 % Abfallvermeidung durch Kreislaufinnovation

Rockwell Automation hat kürzlich seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht, der bedeutende Meilensteine in der industriellen Automatisierung und im Umweltschutz aufzeigt. Das Unternehmen hat erfolgreich 90 % seines weltweiten Abfalls von Deponien ferngehalten. Dieser Erfolg zeigt, wie Fabrikautomatisierungsführer über Effizienz hinausgehen und Kreislaufwirtschaft in den Vordergrund stellen. Durch die Integration von ESG-Grundsätzen in seine Kernstrategie beweist Rockwell, dass nachhaltiger Betrieb und leistungsstarke Steuerungssysteme Hand in Hand gehen.
Integration von KI und digitalen Zwillingen für das Energiemanagement
Der Bericht betont die Rolle der digitalen Wandlung bei der Erreichung der Klimaziele. Rockwell nutzt KI und digitale Zwillinge, um den Energieverbrauch über seinen weltweiten Standort hinweg zu optimieren. Diese Technologien ermöglichen es Anlagenleitern, Energieflüsse in Echtzeit zu visualisieren, was zu klügeren, datenbasierten Entscheidungen führt. Darüber hinaus erlauben digitale Zwillinge vorausschauende Modellierungen, um Abfall zu reduzieren, bevor die Produktion überhaupt beginnt. Diese technologische Verbindung ist für moderne verteilte Steuerungssysteme (DCS) unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das Triple-A-Rahmenwerk für nachhaltiges industrielles Wachstum
Um seine ESG-Bemühungen zu bündeln, verfolgt Rockwell eine „Triple-A“-Strategie: Bewerten, Voranbringen und Beschleunigen. Dieses Rahmenwerk leitet sowohl interne Abläufe als auch kundenorientierte Lösungen. Im Dezember 2025 reichte das Unternehmen strenge Klimaziele bei der Initiative Science Based Targets (SBTi) ein. Während die Emissionen der Bereiche Scope 1 und 2 stabil blieben, geht das Unternehmen nun die komplexe Herausforderung der Scope-3-Emissionen an. Diese machen 99 % seines gesamten CO₂-Fußabdrucks aus und beziehen Lieferanten sowie die Endnutzung seiner Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und Motorsteuerungsprodukte mit ein.
Entkarbonisierung der Betriebe durch erneuerbare Energien
Rockwell baut seine Infrastruktur für erneuerbare Energien kräftig aus, um die CO₂-Intensität im Betrieb zu senken. So hat die CUBIC-Anlage in Dänemark kürzlich zwei große Solaranlagen installiert. Dieses Projekt spart jährlich etwa 270 Tonnen $CO_2e$. Zudem speist die Anlage überschüssige Energie ins örtliche Netz ein und unterstützt so die regionale Entkarbonisierung. Solche Initiativen zeigen, wie industrielle Automatisierungsanbieter zu aktiven Teilnehmern des globalen Energiewandels werden.
Neugestaltung von kreislauffähiger Verpackung und Ressourceneffizienz
Die „passgenaue“ Verpackung ist zu einem Grundpfeiler von Rockwells Abfallreduktionsstrategie geworden. Das Unternehmen stellt nun sicher, dass 100 % der neuen Verpackungen aus nachhaltigen oder erneuerbaren Quellen stammen. Zudem enthalten Wellpappenmaterialien jetzt bis zu 70 % Recyclinganteil. Diese Umstellung verringert das Abfallvolumen, das zu den Kunden gelangt, und senkt emissionsbedingte Transportbelastungen. Durch die Optimierung des Platzbedarfs seiner Steuerungssysteme und Bauteile minimiert Rockwell die Umweltbelastung seiner gesamten Wertschöpfungskette.
Verbesserung der Cybersicherheit und des digitalen Vertrauens
Mit zunehmender Vernetzung der Fabrikautomatisierung sind die Risiken für die Cybersicherheit stark gestiegen. Rockwell hat eine strategische Partnerschaft mit HackerOne geschlossen, um Schwachstellen durch hackerbasierte Sicherheitstests aufzudecken. Dieser vorausschauende Ansatz stellt sicher, dass industrielle Automatisierungsprodukte widerstandsfähig gegen sich wandelnde Bedrohungen bleiben. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit EU-Handelsverbänden zusammen, um sein Portfolio an neue Cybervorschriften anzupassen. Die Aufrechterhaltung digitalen Vertrauens ist heute ebenso wichtig wie physische Sicherheit in der modernen Fertigung.
Kommentar des Autors: Der strategische Wert von ESG
Aus Branchensicht zeigt Rockwells Fortschritt eine Veränderung, bei der „grün“ nicht mehr nur ein Pflichtfeld ist, sondern ein Wettbewerbsvorteil. Besonders bemerkenswert ist der Fokus auf Scope-3-Emissionen. Da der Großteil der Emissionen während der „Nutzungsphase“ der Hardware entsteht, werden Hersteller, die die energieeffizientesten SPS- und DCS-Lösungen herstellen, langfristig den Markt gewinnen. Rockwells Engagement für Transparenz setzt einen hohen Maßstab für den Rest der Automatisierungsbranche.
