Honeywell bringt hybride Heizlösung auf den Markt, um die Elektrifizierung in der Industrie zu beschleunigen

Honeywell hat kürzlich eine bahnbrechende hybride Heizlösung vorgestellt, die die Art und Weise verändern soll, wie industrielle Hersteller thermische Energie verwalten. Diese Technik ermöglicht es Anlagen, herkömmliches Erdgas nahtlos mit elektrischen Energiequellen zu verbinden. Durch einen flexiblen Ansatz bei der Prozesswärme hilft das System Unternehmen, Betriebskosten zu senken und den CO₂-Ausstoß zu verringern. Diese Einführung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die weltweiten Industrien unter großem Druck stehen, ihre Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig hohe Produktivitätsniveaus aufrechtzuerhalten.
Echtzeit-Energieumschaltung für verbesserte Steuerungssysteme
Der Kern dieser Lösung liegt in ihren ausgefeilten automatischen Heizungssteuerungen. Hersteller können nun in Echtzeit zwischen Energiequellen wechseln, basierend auf aktuellen Marktpreisen oder Netzverfügbarkeit. Diese dynamische Umschaltung optimiert den Energieverbrauch und verringert die Abhängigkeit von einem einzigen Brennstofftyp. Darüber hinaus lässt sich das System leicht in bestehende industrielle Automatisierungs anlagen integrieren. Es unterstützt derzeit bis zu 30 % elektrische Heizleistung und bietet so einen ausgewogenen Übergang zur vollständigen Elektrifizierung.
Erneuerbare Energien in der Fabrikautomatisierung nutzen
Die neue Architektur von Honeywell ermöglicht es Bedienern, vor Ort erzeugte erneuerbare Energien direkt zu verwenden. Anlagen mit Solarmodulen, Windrädern oder Batteriespeichern können grünen Strom für ihren Wärmebedarf priorisieren. Dadurch können Unternehmen den Verbrauch fossiler Brennstoffe erheblich senken, ohne die für die Produktion erforderliche Wärmeintensität zu beeinträchtigen. Zudem umfasst das System vorausschauende Diagnosen und Fernüberwachungsfunktionen. Diese Werkzeuge bieten den Verantwortlichen eine hohe Transparenz über die Energieeffizienz verschiedener Produktionslinien.
Fachliche Einschätzungen zum Energiewandel
Branchenanalysten sehen hybride Modelle als praktische Brücke in eine nachhaltige Zukunft. John Villali von IDC Energy Insights weist darauf hin, dass diese Lösungen die Belastung des Stromnetzes verringern. Durch die Nutzung elektrischer Energie, einschließlich erneuerbarer Quellen, werden Lieferketten widerstandsfähiger und umweltfreundlicher. Meiner Ansicht nach ist dieser hybride Ansatz besser als „Alles-oder-Nichts“-Elektrifizierungsstrategien. Er ermöglicht Herstellern, ihre Gewinnspannen zu schützen und gleichzeitig strenge ESG-(Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungs-)Vorgaben einzuhalten.
Integration in DCS- und SPS-Architekturen
Für Ingenieure liegt der wahre Wert dieser Lösung in ihrer Kompatibilität mit modernen Steuerungssystemen. Die hybride Heizlösung fungiert als intelligenter Knotenpunkt innerhalb eines umfassenderen DCS (Verteiltes Steuerungssystem) oder SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) Netzwerks. Dadurch können Daten aus dem Heizprozess größere werksweite Energiemanagementstrategien informieren. Dieses Integrationsniveau stellt sicher, dass thermische Energie nicht länger eine „Blackbox“ ist, sondern eine steuerbare Größe in der Produktionsgleichung.
Strategische Umsetzung in Hochtemperaturbranchen
Diese Technik ist bereits kommerziell verfügbar und in mehreren Fertigungsbereichen im Einsatz. Branchen wie der Fahrzeugbau, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Baustoffherstellung profitieren am meisten. Diese Bereiche benötigen gleichbleibend hohe Temperaturen, die zuvor schwer effizient zu elektrifizieren waren. Durch die Einführung von Honeywells Hybridmodell können diese Unternehmen sofort mit dem Wandel beginnen. Ich empfehle Anlagenleitern, vor der Einführung eine gründliche Energieprüfung durchzuführen, um den Nutzen der 30 % elektrischen Kapazität bestmöglich auszuschöpfen.
