ABB Automation Erweitert: Modernisierung von Industrie-Steuerungssystemen ohne Unterbrechung

Der Industriesektor steht vor der schwierigen Wahl, stabile Altsysteme beizubehalten oder schnelle digitale Neuerungen einzuführen. ABB hat kürzlich sein Automation Extended Programm gestartet, um diese Lücke zu schließen. Diese Initiative ermöglicht es Unternehmen, ihre verteilten Steuerungssysteme (DCS) aufzurüsten, ohne die Produktionszeit zu gefährden. Indem ABB auf bewährter Infrastruktur aufbaut, stellt das Unternehmen sicher, dass „Modernisierung“ nicht „Austausch“ bedeutet.
Schutz von Altsystem-Investitionen in der Industrieautomatisierung
Viele Anlagen verlassen sich auf bewährte Plattformen wie System 800xA, Symphony Plus und Freelance. Ein vollständiger Austausch dieser Systeme ist oft zu teuer und riskant. Das neue Programm von ABB erlaubt es Betreibern, ihre bewährte Hardware zu behalten und gleichzeitig moderne Funktionen hinzuzufügen. So können Unternehmen ihre ursprünglichen Kapitalanlagen schützen und sich gleichzeitig in Richtung Industrie 5.0 weiterentwickeln. Diese Kontinuität bietet eine stabile Grundlage für langfristiges digitales Wachstum.
Trennung der Aufgabenbereiche: Eine sichere hybride Architektur
Der Kern von Automation Extended liegt in seiner „Trennung der Aufgabenbereiche“-Architektur. Dieses Konzept teilt das Automatisierungssystem in zwei getrennte Umgebungen auf. Erstens verwaltet die Steuerungsumgebung kritische, deterministische Abläufe mit hoher Zuverlässigkeit. Zweitens beherbergt die digitale Umgebung fortschrittliche Analysen und Intelligenz an der Peripherie. Da diese Ebenen isoliert, aber verbunden sind, können Anwender KI einsetzen, ohne die primären Steuerungssysteme zu berühren.
Nutzung von KI und IoT-Integration über OPC UA
ABB integriert moderne Standards wie OPC UA und cloudbasierte Technologien in dieses System. Diese Werkzeuge ermöglichen einen nahtlosen Datenaustausch zwischen Werkshalle und Unternehmensebene. Zum Beispiel vereinfachen Containerisierung und Orchestrierung, wie Ingenieure modulare Dienste auf verschiedenen Geräten bereitstellen. Dadurch können Anlagen KI und IoT-Integration in ihrem eigenen Tempo einführen. Diese Flexibilität ermöglicht eine bessere Erkennung von Prozessabweichungen und optimierte Wartung.
Fachliche Einschätzung: Der Wandel hin zu softwaregesteuerter Steuerung
Aus technischer Sicht ist ABBs Schritt hin zu softwaredefinierten Bereichen ein bedeutender Branchentrend. Traditionell waren Industrieautomatisierungs hardware und -software eng miteinander verbunden. Durch die Entkopplung bietet ABB einen Weg zu hardwareunabhängigen Abläufen. Ich halte diesen Wandel für entscheidend für die zukünftige „autonome Anlage“. Er ermöglicht schnellere Aktualisierungen und macht das System widerstandsfähiger gegen Lieferengpässe bei bestimmten elektronischen Bauteilen.
Steigerung der Betriebseffizienz für eine neue Belegschaft
Die moderne Industriebelegschaft verfügt über andere Fähigkeiten als frühere Generationen. Automation Extended vereinfacht komplexe Abläufe durch intuitive Bedienoberflächen und einheitliche Serviceansätze. Zudem automatisiert es routinemäßige Datenabstimmungsaufgaben. Dadurch können Bediener sich auf Entscheidungen auf höherer Ebene konzentrieren. Dieses menschorientierte Design verbessert die Arbeitszufriedenheit und hilft, die Fachkräftelücke im Fabrikautomatisierungs bereich zu schließen.
