Die Modernisierung einer bestehenden Anlage erfordert mehr als nur den Austausch alter Geräte gegen neue Apparate. Es verlangt eine strategische Neugestaltung, wie Informationen innerhalb der Anlage fließen. Viele Ingenieure stehen vor der Herausforderung, hochmoderne Fabrikautomatisierung mit jahrzehntealter Ausrüstung zu verbinden. Ohne einen klaren Plan läuft man Gefahr, Datensilos und anfällige Netzwerke zu schaffen. Doch ein strukturierter Ansatz im Datenflussmanagement kann diese Altanlagen in wertvolle Quellen für Erkenntnisse verwandeln.
Die Landschaft der weltweiten Fertigung durchläuft eine grundlegende Wandlung. Kürzlich eröffnete Xiaomi eine riesige Produktionsstätte im Pekinger Stadtteil Changping, die völlig ohne menschliches Eingreifen arbeitet. Diese 81.000 Quadratmeter große „dunkle Fabrik“ stellt den Höhepunkt moderner Fabrikautomatisierung dar, in der Maschinen im völligen Dunkel hochwertige Elektronik herstellen. Durch den Wegfall menschlicher Einschränkungen hat Xiaomi einen neuen Maßstab für Präzision und Leistung in der Technikbranche gesetzt.
Da sich die weltweiten Lieferketten näher zu den Verbrauchern verlagern, war die Nachfrage nach widerstandsfähiger industrieller Automatisierung noch nie so hoch. Rockwell Automation hat kürzlich seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht, der einen doppelten Schwerpunkt auf ökologische Kreislauffähigkeit und robuste Cybersicherheit legt. Mit 26.000 Mitarbeitenden weltweit nutzt das Unternehmen nun seine Größe, um die traditionelle Fabrikautomatisierung in eine Kraft für ökologische und digitale Sicherheit zu verwandeln.
Das Gebiet der industriellen Automatisierung erlebt einen gewaltigen Umbruch. Jüngste Daten von IDTechEx sagen voraus, dass die Umsätze mit kollaborativen Robotern (Cobots) innerhalb eines Jahrzehnts von 1,2 Milliarden auf fast 30 Milliarden Dollar steigen werden. Dieses Wachstum bedeutet eine Abkehr von starren, isolierten Maschinen hin zu flexiblen, menschenorientierten Systemen. Hersteller stehen nun an einem Wendepunkt, um diese vielseitigen Werkzeuge in ihre bestehenden Steuerungssysteme zu integrieren.
In der Welt der Industrieautomatisierung ist das Bewegen eines einzelnen Motors einfach. Die Koordination von drei oder mehr Achsen, die als eine Einheit arbeiten, erfordert jedoch fortschrittliche Steuerungsstrategien. Ob Sie nun eine maßgeschneiderte Portalachse oder einen Gelenkroboter bauen, koordinierte Bewegungen vereinfachen komplexe räumliche Berechnungen. Diese Technik ermöglicht es mehreren Gelenken, ihr Ziel gleichzeitig zu erreichen, wodurch gleichmäßige und vorhersehbare Maschinenwege gewährleistet werden.
In modernen Verfahrensanlangen bestimmt das Zusammenspiel zwischen menschlichen Bedienern und automatisierten Steuerungssystemen die Sicherheitslage. Während digitale Systeme wie SPS- und DCS-Technologien Routineaufgaben übernehmen, bieten menschliche Bediener die Flexibilität, die für komplexe Entscheidungen erforderlich ist. Die Einbindung menschlichen Handelns in die funktionale Sicherheit erfordert jedoch ein gründliches Verständnis darüber, wann ein Bediener als Risikofaktor oder als Schutzbarriere fungiert.