Rockwell Automation unterstützt Tate & Lyle bei der nachhaltigen Herstellung von Zitrusfasern in Brasilien

Tate & Lyle hat kürzlich eine hochmoderne Produktionsstätte in Matão, São Paulo, eröffnet, um NUTRAVA® Zitrusfaser herzustellen. Diese innovative Zutat nutzt Orangenschalen, um der weltweit wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln mit klarer Kennzeichnung gerecht zu werden. Um eine optimale Betriebseffizienz zu gewährleisten, arbeitete Tate & Lyle mit Rockwell Automation zusammen, um ein umfassendes industrielles Automatisierungs system einzuführen. Diese Partnerschaft markiert einen bedeutenden Schritt in der Expansion von Tate & Lyle nach der strategischen Übernahme von CP Kelco Ende 2024.
Integrierte Steuerungssysteme sorgen für betriebliche Genauigkeit
Das Werk in Matão setzt auf einen ausgeklügelten verteilten Steuerungsanlage (DCS) Ansatz, um komplexe chemische Dosierungen und die Handhabung von Rohstoffen zu steuern. Rockwell Automation lieferte eine vollständige Ausstattung aus Hard- und Software, die nahtlos zusammenarbeitet. Insbesondere umfasst die Installation leistungsstarke programmierbare Steuerungen (SPS) und entfernte Ein-/Ausgabemodule. Diese Bauteile ermöglichen es den Technikern, wichtige Produktionsgrößen in Echtzeit zu überwachen. Dadurch erreicht die Anlage die hohe Präzision, die für die Herstellung spezieller Lebensmittelzutaten erforderlich ist.
Stromverteilung und Schaltanlageninfrastruktur
Zuverlässiges Energiemanagement bildet das Rückgrat jedes Fabrikautomatisierungs projekts. Die Stromsystemeinheit von Rockwell Automation lieferte wichtige Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen sowie CENTERLINE® 2500 Motorsteuerzentralen (MCC). Diese Systeme sorgen für eine stabile Energieverteilung entlang der Produktionslinie. Zudem schützen spezielle Transformatoren empfindliche elektronische Geräte vor Spannungsschwankungen. Diese robuste elektrische Infrastruktur minimiert ungeplante Stillstände und verlängert die Lebensdauer der mechanischen Anlagen.
Lebenszyklusdienste und Virtualisierung für Industrie 4.0
Über die Hardware hinaus legt das Projekt Wert auf digitale Wandlung durch fortschrittliche Virtualisierungsinfrastruktur. Das Lifecycle-Serviceteam von Rockwell leitete die Werksabnahmeprüfungen (FAT) und bot umfassende Schulungen für Bediener an. Dieser digital ausgerichtete Ansatz ermöglicht es Tate & Lyle, Simulationen durchzuführen und Daten effektiver zu verwalten. Außerdem erleichtert das Industrie-4.0-fähige Design künftige Erweiterungen. So kann die Anlage problemlos von der anfänglichen Kapazität von 3.700 Tonnen auf voraussichtlich 10.000 Tonnen pro Jahr wachsen, ohne die Kernsteuerungssysteme grundlegend zu verändern.
Fachliche Einschätzung: Der Wert zentralisierter Automatisierung
Meiner Ansicht nach stellt diese Zusammenarbeit einen Maßstab für moderne, nachhaltige Fertigung dar. Indem Zitrusabfälle in hochwertige funktionelle Zutaten umgewandelt werden, erfüllt Tate & Lyle sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele. Die Verarbeitung organischer Rohstoffe erfordert jedoch eine hochreaktive Automatisierungssoftware umgebung. Rockwells Fähigkeit, eine „Ein-Fenster-Ansicht“ über einen zentralen Leitstand bereitzustellen, ist dabei entscheidend. Diese Integration verringert menschliche Fehler und optimiert den Energieverbrauch, was für die Aufrechterhaltung einer „grünen“ Lieferkette unerlässlich ist.
Zukunftssicherung durch skalierbare Technik
Die Anlage in Matão dient als Vorbild dafür, wie industrielle Automatisierung globale Nachhaltigkeitsziele unterstützt. Da Lebensmittelhersteller strengeren Vorschriften für klare Kennzeichnungen unterliegen, wird die Fähigkeit, die Produktion rasch zu steigern, zu einem Wettbewerbsvorteil. Die modulare Bauweise von Rockwells SPS und MCC-Lösungen ermöglicht es Tate & Lyle, den Betrieb mit minimalen Unterbrechungen zu erweitern. Zudem zeigt die Partnerschaft, dass frühe Investitionen in hochwertige Automatisierung im Lebenszyklus eines Projekts langfristig hohe Renditen durch geringeren Abfall und bessere Ressourcennutzung bringen.
