Grüne Schaltkreise und geschützter Code: Rockwell Automation stellt Nachhaltigkeitsstrategie 2025 vor

Da sich globale Lieferketten näher an die Verbraucher verlagern, war die Nachfrage nach widerstandsfähiger industrieller Automatisierung noch nie so hoch. Rockwell Automation veröffentlichte kürzlich seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025, der einen doppelten Schwerpunkt auf ökologische Kreislauffähigkeit und robuste Cybersicherheit legt. Mit 26.000 Mitarbeitenden weltweit nutzt das Unternehmen nun seine Größe, um die traditionelle Fabrikautomatisierung in eine Kraft für ökologische und digitale Sicherheit zu verwandeln.
Das Triple-A-Nachhaltigkeitsmodell meistern
Rockwell verwendet ein „Triple A“-Modell – Bewerten, Voranbringen und Beschleunigen – um seine internen und externen ESG-Prozesse zu steuern. Dieses strukturierte Modell stellt sicher, dass jede Produktionsstufe hohen Umweltstandards gerecht wird. Im Dezember 2025 reichte das Unternehmen seine langfristigen Ziele bei der Initiative für wissenschaftsbasierte Ziele (SBTi) ein. Durch die Ausrichtung an diesen globalen Standards zeigt Rockwell ein ernsthaftes Engagement für validierte, datenbasierte Klimaschutzmaßnahmen.
Die Herausforderung der Scope-3-Kohlenstoffemissionen angehen
Während Rockwell seine direkten Emissionen effektiv steuert, machen Scope-3-Emissionen etwa 99 % seines gesamten CO₂-Fußabdrucks aus. Diese Emissionen stammen aus der gesamten Wertschöpfungskette, einschließlich der Zulieferer und der Endnutzung der Steuerungssysteme durch die Kunden. Um dem entgegenzuwirken, konzentriert sich Rockwell auf die Entwicklung energieeffizienter Hardware und transparenter Berichtswerkzeuge. Zudem hilft das Unternehmen durch die Optimierung des Stromverbrauchs seiner SPS- und Antriebseinheiten den Kunden, ihre eigenen Umweltziele zu erreichen.
Innovationen bei Abfallvermeidung und erneuerbaren Energien
Im Jahr 2025 übertraf Rockwell sein Hauptziel bei der Abfallvermeidung, indem es über 90 % seines Mülls von Deponien fernhielt. Dieser Erfolg basierte auf einer Kombination aus Energierückgewinnung, konsequentem Recycling und Wiederverwendung gefährlicher Stoffe. Darüber hinaus investierte das Unternehmen stark in erneuerbare Infrastruktur, wie die großflächige Solaranlage an seinem dänischen CUBIC-Standort. Dieser Umstieg auf Solarenergie reduziert nicht nur die Emissionen der Anlage, sondern speist überschüssige grüne Energie auch ins örtliche Netz ein.
Stärkung der Cybersicherheit im Zeitalter digitaler Zwillinge
Da verteilte Steuerungssysteme (DCS) immer stärker vernetzt werden, steigt das Risiko von Cyberangriffen exponentiell. Rockwell arbeitet aktiv mit EU-Handelsverbänden zusammen, um sich entwickelnde digitale Vorschriften zu verstehen und umzusetzen. Durch die Analyse seines gesamten Produktportfolios aus einer sicherheitsorientierten Perspektive stellt das Unternehmen sicher, dass seine Kunden den globalen Standards entsprechen. Dieser vorausschauende Ansatz verhindert kostspielige Ausfallzeiten durch unbefugte Systemzugriffe.
Gemeinsame Sicherheit durch die HackerOne-Allianz
Ein herausragendes Merkmal von Rockwells Strategie ist die strategische Partnerschaft mit HackerOne, einem Vorreiter bei hackerbasierten Sicherheitslösungen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es ethischen Hackern, Schwachstellen in der industriellen Automatisierungssoftware von Rockwell zu finden und zu melden. Dadurch kann das Unternehmen potenzielle Risiken beheben, bevor böswillige Akteure sie ausnutzen. Diese „Offene-Tür“-Sicherheitspolitik spiegelt einen modernen, transparenten Ansatz zum Schutz kritischer Infrastruktur im 21. Jahrhundert wider.
Fachkommentar: Die Verbindung von Umweltfreundlichkeit und Sicherheit
Meiner Ansicht nach steht Rockwells Strategie für die „neue Normalität“ bei B2B-Industrieführern. Nachhaltigkeit betrifft nicht mehr nur den Kohlenstoffausstoß; sie betrifft die Dauerhaftigkeit des gesamten digitalen Ökosystems. Eine Fabrik kann nicht wirklich nachhaltig sein, wenn ihre Steuerungssysteme anfällig für Cyberangriffe sind, die physischen Abfall oder Energiespitzen verursachen. Indem Rockwell Cybersicherheit in seinen ESG-Bericht integriert, erkennt das Unternehmen an, dass digitales Vertrauen eine grundlegende Säule moderner unternehmerischer Verantwortung ist.
