ABB-Werk erreicht Null-Emissionen mit 100 % erneuerbarer Energie und intelligenter Automatisierung

ABB Factory Achieves Zero Emissions with 100% Renewable Energy and Smart Automation

Industrielle Automatisierung treibt nachhaltige Fertigung voran

Die industrielle Automatisierung prägt zunehmend, wie Fabriken Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Produktivität stabil halten. Die Oiartzun-Fabrik von ABB in Spanien ist ein starkes Beispiel dafür. Durch die Kombination von erneuerbarer Energie, Fabrikautomatisierung und digitalen Steuerungssystemen zeigt ABB, wie Bestandsanlagen null operative Emissionen erreichen können, ohne Effizienz einzubüßen.

Mission to Zero setzt einen klaren Dekarbonisierungspfad

ABB hat seinen 110 Jahre alten Standort Oiartzun im Rahmen seiner globalen Mission to Zero Strategie transformiert. Die Fabrik produziert Verdrahtungszubehör und Smart-Home-Produkte. Das Alter war jedoch kein Hindernis für Fortschritte. Stattdessen hat ABB Infrastruktur, Prozesse und Energiemanagement mit bewährten industriellen Automatisierungstechnologien aufgerüstet.

Erneuerbarer Strom versorgt alle Betriebsabläufe

Die Oiartzun-Fabrik arbeitet jetzt zu 100 % mit erneuerbarem Strom. ABB hat den Einsatz fossiler Brennstoffe in Produktionslinien, Versorgungsanlagen und Gebäudediensten eliminiert. Zudem kombiniert der Standort vor Ort erzeugten Solarstrom mit zertifiziertem erneuerbarem Netzstrom, um eine kontinuierliche, kohlenstoffarme Energieversorgung sicherzustellen.

Vor-Ort-Solar unterstützt Lasten der Fabrikautomatisierung

ABB hat am Standort mehr als 580 kWp Photovoltaik-Kapazität installiert. Dieses Solarsystem deckt einen erheblichen Anteil des täglichen Strombedarfs. Dadurch sind automatisierte Produktionsanlagen, PLC-gesteuerte Systeme und intelligente Gebäudelasten während der Spitzenzeiten weniger auf externe Energiequellen angewiesen.

Elektrifizierung ermöglicht kohlenstoffarme Mobilität

Zusätzlich zur sauberen Energie hat ABB eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge installiert. Dies unterstützt die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und den Pendelverkehr der Mitarbeiter. Somit verbindet die Fabrik Energieerzeugung, Verkehrselektrifizierung und Steuerungssysteme in einem integrierten Nachhaltigkeitsrahmen.

Energieverbrauch durch intelligente Steuerungssysteme reduziert

Seit 2019 hat die Fabrik den Energieverbrauch um 42 % gesenkt. ABB erreichte dies durch Elektrifizierung, Automatisierung und Prozessoptimierung. Praktisch haben Ingenieure Heizsysteme aufgerüstet, Abwärme zurückgewonnen und Produktionspläne mit digitalen Steuerungssystemen optimiert.

Gebäudeautomation verbessert Energieeffizienz

ABB nutzt eigene Gebäudeautomationslösungen zur Steuerung von Beleuchtung, HLK und Stromverteilung. Diese Systeme basieren auf Sensoren, PLC-Logik und intelligenten Controllern. Folglich passt die Fabrik den Energieverbrauch an Belegung, Produktionsbedarf und Betriebszeiten an.

Echtzeitüberwachung verbessert operative Entscheidungen

ABB eLink bietet eine Echtzeit-Energiemonitoring-Lösung für die gesamte Anlage. Betreiber können Verbrauchstrends verfolgen und Ineffizienzen sofort erkennen. Nach meiner Erfahrung ist diese Transparenz entscheidend für kontinuierliche Verbesserungen in der Fabrikautomatisierung und im Energiemanagement.

Industrienormen stärken Glaubwürdigkeit

Der Standort Oiartzun ist nach ISO 50001 für Energiemanagement zertifiziert. Zudem wurde der Status „Zero Waste to Landfill“ erreicht. Diese Standards stärken die Glaubwürdigkeit von ABB und entsprechen globalen Best Practices in der industriellen Nachhaltigkeit.

Ökodesign-Produkte unterstützen zirkuläre Fertigung

Im Rahmen des EcoSolutions-Programms von ABB stellt die Fabrik Produkte mit recycelten und recycelbaren Materialien her. Einige Verdrahtungszubehörteile enthalten bis zu 95 % recycelte Anteile in den Lackierungen. Zudem bleiben Schalteinsätze vollständig recycelbar und unterstützen so die Ziele der Kreislaufwirtschaft.

Zusammenarbeit beschleunigt Energiewende

ABB arbeitet mit Technologiezentren, Lieferanten und Partnern der Kreislaufwirtschaft zusammen. Diese Kooperation hilft der Fabrik, neue Lösungen zu übernehmen und mit sich entwickelnden Energieregulierungen Schritt zu halten. So wird die Energiewende zu einer gemeinsamen, skalierbaren Anstrengung statt zu einem Einzelprojekt.

Engagement in der Gemeinschaft schafft langfristigen Wert

Mitarbeiter führen auch lokale Initiativen im Rahmen des Programms Aukerak Sortzen an. Diese Aktivitäten umfassen Umweltreinigungen und soziale Projekte. Obwohl indirekt, stärkt dieses Engagement das Vertrauen und unterstützt eine nachhaltige industrielle Entwicklung auf lokaler Ebene.

Einblick des Autors: Ein replizierbares Modell für intelligente Fabriken

Aus Sicht der industriellen Automatisierung zeichnet sich der Ansatz von ABB durch seine Integration aus. Erneuerbare Energien allein erzielen selten volle Wirkung. In Kombination mit PLC-basierter Automatisierung, digitalem Energiemanagement und datengetriebenen Steuerungssystemen werden die Ergebnisse jedoch messbar und wiederholbar.

Anwendungsszenario: Energetische Nachrüstung intelligenter Fabriken

Für Hersteller mit älteren Anlagen bietet das Oiartzun-Projekt eine klare Roadmap. Beginnen Sie mit Energiemonitoring, automatisieren Sie dann Gebäude- und Prozesssteuerung. Schließlich integrieren Sie erneuerbare Energie und elektrifizierte Versorgungsanlagen. Dieser schrittweise Ansatz reduziert Risiken und liefert kontinuierliche Verbesserungen bei Energieverbrauch und Emissionen.

Fazit: Automatisierung macht Netto-Null erreichbar

Die emissionsfreie Fabrik von ABB zeigt, dass industrielle Automatisierung eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung spielt. Durch intelligente Steuerungssysteme, Integration erneuerbarer Energien und operative Expertise können Fabriken Nachhaltigkeitsziele erreichen und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben.

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