Die Prozessindustrie steht vor einem unaufhaltsamen Wandel hin zur digitalen Transformation. Betreiber müssen die starre Stabilität eines Distributed Control System (DCS) mit der Agilität moderner cloud-nativer Technologien in Einklang bringen. Die "Automation Extended"-Strategie von ABB geht direkt auf diese Herausforderung ein. Sie entfernt sich von monolithischer, proprietärer Hardware hin zu einer offenen, softwaredefinierten Zukunft. Dieser Ansatz steht im Einklang mit wichtigen Brancheninitiativen wie Open Process Automation (OPA) und NAMUR und stellt sicher, dass die Fabrikautomation in einem volatilen globalen Markt wettbewerbsfähig bleibt.
In der Welt der Industrieautomation gibt es nur wenige Dinge, die einen Techniker mehr frustrieren als ein Frequenzumrichter (VFD), der sofort auslöst, sobald Strom angelegt wird. Während viele annehmen, dass der Motor die Ursache ist, liegt der wahre Grund meist im „Front-End“ des Umrichters. Das Verständnis der Beziehung zwischen dem Gleichrichter, dem Gleichstromzwischenkreis und der Vorkonditionierungsschaltung ist entscheidend für die Aufrechterhaltung robuster Steuerungssysteme.
Virtuelle Steuerungssysteme sind längst nicht mehr nur Werkzeuge für Offline-Simulationen. Heute nutzen Ingenieure virtuelle SPS (vSPS), um reale Eingaben zu steuern, Ausgaben anzutreiben und komplexe Bewegungssteuerungen auszuführen. Große Branchenakteure wie Siemens haben diesen Wandel bereits mit der S7-1500V bestätigt. Darüber hinaus zeigt die Edge Cloud 4 Produktionslinie von Audi, dass IT-basierte Fabrikautomation für die Serienproduktion in hoher Stückzahl bereit ist.
Die Robotiklandschaft erlebt einen grundlegenden Wandel. Während die Hardware ausgereift ist, verlagert sich die eigentliche Innovation hin zu Physical AI— der Integration fortschrittlicher maschineller Lernverfahren direkt in die kinetische Welt des Fabrikbodens. Anders Beck, Vizepräsident bei Universal Robots (UR), hat kürzlich vier entscheidende Prognosen vorgestellt, die neu definieren werden, wie Ingenieure mit Steuerungssystemen und Fabrikautomation interagieren.
In der industriellen Automatisierung hat die Gewährleistung der Betriebssicherheit und Prozessintegrität oberste Priorität. Eine der häufigsten Anforderungen in der Fabrikautomation ist die Erstellung eines Verriegelungssystems. Dieses verhindert, dass mehrere Befehle gleichzeitig ausgeführt werden, was sonst zu mechanischen Ausfällen oder elektrischen Überlastungen führen könnte.
Mit Siemens TIA Portal können Ingenieure eine robuste Pumpenlogik implementieren, die Verriegelung und Sperrung kombiniert. Diese Anleitung erklärt, wie man ein Drei-Eingangs-System konfiguriert, bei dem jeweils nur ein Betriebsmodus aktiv sein kann.
Die Fertigung durchläuft einen tiefgreifenden Wandel von reiner Effizienz hin zu einer menschenzentrierten Philosophie. Während Industrie 4.0 die digitale Vernetzung und Fabrikautomatisierung in den Vordergrund stellte, definiert Industrie 5.0 das Ziel neu. Diese neue Ära betont die Synergie zwischen menschlicher Intuition und robotischer Präzision. Infolgedessen entwickeln sich Roboter von isolierten Werkzeugen zu kollaborativen Partnern, die das menschliche Potenzial verstärken.