Schneider Electric Wuhan erhält den globalen Leuchtturm-Status des WEF für herausragende Talente

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat kürzlich die Wuhan-Anlage von Schneider Electric als ein Globales Leuchtturmprojekt für Talente ausgezeichnet. Diese angesehene Anerkennung hebt den innovativen Ansatz des Standorts zur Umgestaltung der Belegschaft im Zeitalter der industriellen Automatisierung hervor. Derzeit ist es eine von nur drei Anlagen weltweit, die diese besondere Auszeichnung trägt.
Bewältigung von Herausforderungen bei der raschen Fabrikautomatisierung
Die Fabrik in Wuhan dient als wichtiger Knotenpunkt in der weltweiten Lieferkette von Schneider Electric. Das schnelle Wachstum stellte den Standort jedoch vor erhebliche Schwierigkeiten. Eine Erweiterung des Produktportfolios um 239 % überstieg den verfügbaren lokalen Talentpool. Während die Fabrikautomatisierung um 55 % zunahm, verfügten nur 20 % der Belegschaft über die erforderlichen technischen Fähigkeiten. Folglich erreichte die Fluktuation bei den Technikern erschreckende 48 %.
Einführung eines mitarbeiterorientierten Arbeitsmodells
Um den Betrieb zu stabilisieren, startete Schneider Electric ein zukunftsfähiges Modell, das kontinuierliches Lernen in den Vordergrund stellt. Es wurde eine mitarbeiterorientierte Dienstplangestaltung eingeführt, um die Aufgabenverteilung zu optimieren und die Lieferleistung zu verbessern. Darüber hinaus ging das Unternehmen Partnerschaften mit 11 Berufsfachschulen ein. Diese Zusammenarbeit bietet KI-Labore und Ausbildungsplätze, um eine nachhaltige Versorgung mit qualifizierten Technikern sicherzustellen.
Einsatz von selbststeuernder KI zur Kompetenzentwicklung
Die Anlage nutzt selbststeuernde KI, um in Echtzeit Kompetenzlücken in der Produktionslinie zu erkennen. Diese Technologie weist den Mitarbeitenden automatisch genau dann passende Schulungsmodule zu, wenn sie diese benötigen. Außerdem führte das Unternehmen einen „Bezahlung nach Fähigkeiten“-Karriereweg ein. Dadurch haben 56 % der Beschäftigten erfolgreich neue Fähigkeiten erworben, und die Einsatzbereitschaft der Belegschaft stieg auf 76 %.
Generative KI verringert Fluktuation und steigert die Effizienz
Generative KI unterstützt nun die Wartungsteams, indem sie sie bei komplexen Reparaturen an Steuerungssystemen und SPS Hardware anleitet. Diese digitale Hilfe verbindet junge Techniker mit virtuellen oder menschlichen Mentoren. Folglich sank die Fluktuation von 48 % auf nur 6 %. Durch die Automatisierung wiederkehrender Verwaltungsaufgaben können sich die Ingenieure auf wirkungsvolle Verbesserungen konzentrieren.
Beschleunigung der Produktzyklen durch industrielle Digitalisierung
Strategische Investitionen in die industrielle Digitalisierung haben beeindruckende Betriebsergebnisse erzielt. Die Automatisierung hat die Dauer für die Einführung neuer Produkte um 66,7 % verkürzt. Die Vorlaufzeiten für neue Produkte sanken von 36 Monaten auf nur 12 Monate. Daher dient der Standort Wuhan als Maßstab dafür, wie intelligenzgesteuerte Abläufe sowohl Widerstandskraft als auch Nachhaltigkeit fördern.
Kommentar des Autors: Das menschliche Element von Industrie 4.0
Meiner Ansicht nach zeigt das Leuchtturmprojekt Wuhan, dass Technik den Menschen stärken und nicht ersetzen sollte. Viele Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf die Hardware – das DCS oder die Roboterarme. Der Erfolg von Schneider Electric beruht jedoch darauf, Talente als Kernbestandteil der „Systemarchitektur“ zu betrachten. Die Einbindung von KI in den Lernprozess schafft eine anpassungsfähigere Belegschaft. Dieses Gleichgewicht ist für jedes B2B-Unternehmen, das langfristig wettbewerbsfähig in einem unbeständigen Markt sein will, unerlässlich.
