Rockwell Automation und Ronal Group setzen neue Maßstäbe für sicheren industriellen Fernzugriff

Rockwell Automation hat kürzlich bekannt gegeben, dass die Ronal Group, ein weltweit führender Hersteller von Leichtmetallrädern, erfolgreich ihr globales Framework für den Fernzugriff zentralisiert hat. Dieser strategische Schritt adressiert die zunehmende Komplexität bei der Verwaltung externer Verbindungen über mehrere Produktionsstandorte hinweg. Durch die Einführung der sicheren Konnektivitätstechnologie von Rockwell stärkt die Ronal Group ihre Abwehr gegen Cyber-Bedrohungen und optimiert gleichzeitig die internationalen Abläufe in der Fabrikautomation.
Navigation durch NIS2-Konformität mit zentralisierten Steuerungssystemen
Europäische Hersteller stehen derzeit unter strengen regulatorischen Anforderungen, insbesondere durch die NIS2-Richtlinie. Diese Gesetzgebung schreibt höhere Sicherheitsstandards für kritische Infrastrukturen und industrielle Lieferketten vor. Die Ronal Group hat ein zentrales System integriert, um sicherzustellen, dass alle externen Zugriffe diesen strengen gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Folglich führt das Unternehmen nun für jede im globalen Netzwerk initiierte Fernsitzung eine transparente Prüfspur.
Stärkung der Sicherheit in der Industrieautomation durch rollenbasierte Zugriffe
Traditionelle VPNs bieten oft nicht die granulare Kontrolle, die moderne Industrieautomationsumgebungen benötigen. Stattdessen nutzt Rockwells Lösung eine rollenbasierte Autorisierung, um den Zugriff auf spezifische Anlagen zu beschränken. Techniker sehen nur die Geräte, die für ihre jeweilige Wartungsaufgabe relevant sind. Dieses „Least Privilege“-Modell reduziert die Angriffsfläche auf dem Werksgelände erheblich. Zudem schützen verschlüsselte Kommunikationskanäle sensible Daten vor Abfangversuchen während der Fernwartung.
Steigerung der Produktivität in der globalen Fabrikautomation
Die individuelle Verwaltung von Dutzenden lokalen Standorten führt häufig zu Konfigurationsabweichungen und Sicherheitslücken. Die Ronal Group verwaltet nun jedoch alle autorisierten externen Zugriffe über eine einheitliche, standardisierte Plattform. Diese Harmonisierung ermöglicht es dem IT-Team der Fertigung, Updates schnell auszurollen und Berechtigungen effizient zu verwalten. Dadurch können Lieferanten einfacher auf das System zugreifen, was Ausfallzeiten reduziert und den technischen Support beschleunigt.
Experteneinsicht: Der Wandel hin zu cyber-resilienter Fertigung
Meiner Ansicht nach spiegelt der Übergang der Ronal Group einen entscheidenden Wandel wider, wie die Automobilindustrie Cybersicherheit betrachtet. Sicherheit ist nicht mehr nur eine IT-Angelegenheit, sondern ein grundlegender Bestandteil der operativen Resilienz. Viele Organisationen kämpfen mit veralteten Steuerungssystemen, die nie für Internetkonnektivität ausgelegt waren. Durch die Implementierung eines zentralen Gatekeepers können Unternehmen die Lücke zwischen alter Hardware und modernen Sicherheitsprotokollen schließen, ohne komplette Produktionslinien ersetzen zu müssen.
Anwendungsszenario: Sichere Wartung durch Dritte
Betrachten Sie ein Szenario, in dem ein Maschinenbauer in einem anderen Land ein SPS-Programm auf einer Produktionslinie der Ronal Group aktualisieren muss. Im neuen System erhält der Administrator einen zeitlich begrenzten, rollenbasierten Token für den Maschinenbauer. Dieser greift nur über einen verschlüsselten Tunnel auf den vorgesehenen Controller zu. Das System protokolliert jede Änderung während der Sitzung. Nach Abschluss der Aufgabe verfällt der Zugriff automatisch, sodass keine „Hintertüren“ für das öffentliche Internet offenbleiben.
